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Greatest Showman

Musical Drama | Ab 6 Jahren | 105 Min. | 04.01.2018

Dummy

Produktion 2017

Original-Titel The Greatest Showman

Verleih Twentieth Century Fox of Germany GmbH

Film-Information

Null

Kommentar

Mitreißendes Musical und Success-Story, die P. T. Barnum als Visionär im Showgeschäft feiert, der mit seinem Zirkus auch soziale Grenzen überwindet. Amerikanischer könnte ein Film kaum sein, der eine klassische Success Story vom Tellerwäscher zum Millionär - oder in diesem Fall stehlenden Schneidersohn zum Gründer eines legendären Showbusiness - als Gerüst nimmt für ein klassisches Musical, in dem auch die Familie als höchstes Gut angepriesen wird und der Protagonist eine moralische Wandlung durchmacht. Im Herzensprojekt von Hugh Jackman, der seine Karriere als Musicaldarsteller begann, spielt er mit Elan den berühmten Zirkusgründer als ganz jungen ebenso wie erwachsenen Mann, der mit Hartnäckigkeit seinen Traum verfolgt, die Menschen zum Staunen zu bringen. Er versucht das schon als Junge bei seiner kleinen Freundin und späteren Ehefrau, gespielt von Michelle Williams, macht das bei seinen Töchtern und schließlich mit seiner Show, "Circus of Freaks" wie ein Kritiker sie abfällig beschreibt, auch beim Publikum. Auch dem Film, mit dem sich der aufstrebende Regisseur Michael Gracey für weitere Aufgaben empfiehlt, gelingt das zu großen Teilen. Nach dem mitreißenden, toll choreografierten Einstieg mit dem Song "The Greatest Show", der den Titelhelden auf dem Höhepunkt seiner Karriere zeigt, wird chronologisch seine Geschichte erzählt, geschrieben vom Musical-erfahrenen Bill Condon und mit Songs mit Ohrwurmcharakter der für "La La Land" Oscar-prämierten Komponisten Benji Pasek und Justin Paul dargeboten. Gelungen sind "kleine" Szenen mit der Familie, in der Barnum mit seiner Frau auf dem Dach ihres ärmlichen Hochhauses zwischen Wäscheleinen tanzt und seinen Kindern eine Wunscherfüllungsmaschine schenkt - sie berühren, sind originell und auch elegant - und "große", in denen "The Greatest Show on Earth" mit dem entsprechenden Personal samt VFX-Tieren, dargeboten wird. Zum Personal gehören etwa die aus der Disney-Schmiede stammenden Zac Efron, der nach "High School Musical" nun als Erwachsener einen schönen Musical-Auftritt als Barnums Juniorpartner hat, und Zendeya, die als farbige Artistin genauso wie die Frau mit Bart oder der Zwergenwüchsige von den Kleingeistigen unter den Proleten und der besseren Gesellschaft als Freaks beschimpft werden und zu einer Zirkus-Familie zusammenwachsen. Barnum wird ihr kurz untreu in seinem Bestreben in die bessere Gesellschaft und höhere Kultur aufzusteigen. Passend zur geschilderten Kunstwelt ist auch die Optik von einer gewissen Künstlichkeit und unterstreicht den Märchencharakter des mit Golden Globes für Film, Hauptdarsteller und Song nominierten Werkes, das an die klassische Tradition anknüpft und nicht an die Modernität des letzten Musicalhits "La La Land". hai.

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