Der Film erzählt die Geschichte von “Adile Nasit”, die schon im Kindesalter die Magie der Bühne aufnahm und mit ihrem Lachen Zeit und Leben trotzte – eine Geschichte, die sie nach ihren eigenen Regeln schrieb. Als Tochter eines leidenschaftlichen Theaterschauspielers entdeckt die kleine Adile in den bunten Gassen von Direklerarasi ihre Liebe zur Bühne. Als sie später auch ihr Glück im Kino versuchen möchte, entspricht ihr Äußeres nicht dem Schönheitsideal des türkischen Films (Yesilçam); trotz ihres außergewöhnlichen Talents wird sie abgewiesen. Auch im Theater erhält Adile nie eine Hauptrolle, doch mit ihrem beliebten Lachen erobert sie die Herzen des Publikums. Ihre größte und zugleich schwerste Rolle ist die der Mutter. Das kurze Leben ihres Sohnes Ahmet ist die längste und schmerzhafteste Gesichte in Adiles Leben. „Adile Nasit“ bringt die Vorurteile und die ungeschriebenen Regeln der Kunstszene einer bestimmten Epoche im In- und Ausland; den unsichtbaren Einsatz der Frauen und ihre Prüfung als Mutter, begleitet von Emotionen auf die Leinwand – geschrieben von Nermin Yildirim und gefilmt durch die Linse von Çagan Irmak.