Nonna [it. Großmutter] lebt allein in Süditalien und kümmert sich um das Haus, das sie und ihr Mann gebaut haben, nachdem sie mehr als drei Jahrzehnte lang in Deutschland als Teil der 14 Millionen „Gastarbeiter“ ihrer Generation arbeiteten. Seit dem Tod ihres Mannes führt sie alleine ein zweistöckiges Bed & Breakfast, das schon bessere Zeiten gesehen hat. Ihr Alltag ist geprägt von Mühsal und Enttäuschung: Die harte Arbeit wird mit zunehmendem Alter nicht leichter. Ihr schwerhöriger Bruder wohnt in der Nähe, ihre Begegnungen schwanken zwischen gemeinsamen Mahlzeiten und absurden Streitereien. Ihre Kinder und Enkelkinder leben weiterhin in Deutschland. Videoanrufe mit ihnen halten die Verbindung aufrecht. Die Entfernung zu ihrer Familie ist groß, und die Verbindung ist oft schlecht. Eine Frage rückt immer näher: Was tun mit einem Vermächtnis, das niemand haben will?